Prof. Dr. Daniel Keller

Professor für General Management und Unternehmensführung

Professor Daniel Keller ist Gründer von Keller Partner in Bonn. Er vereint akademisches Wissen mit praktischer, mehr als zehnjähriger Management-, Berater- und Trainererfahrung in unterschiedlichen Branchen und Ländern. Seine Stationen führten ihn in börsennotierte Konzerne, mittelständische Familienunternehmen, Nicht-Regierungsorganisationen sowie in Internet-Start-ups. Dabei konnte er Erfahrung in verschiedenen Beratungs- und Kulturkontexten sammeln: Automobil, Versicherung, Produktion, Banking und App-Entwicklung gehörten ebenso dazu wie der Gesundheitssektor in Deutschland, Italien, Asien, Indien sowie den USA.

Berufliche Etappen brachten ihn als Management Consultant und Leadership Trainer an das Malik Management Zentrum in St. Gallen zu Prof. Dr. Fredmund Malik, zu Capgemini Strategy Consultants sowie einem erfolgreichen Internet-Start-up, der ip.labs GmbH.

Seine akademische Laufbahn begann an der Universität Bonn und setzte sich an der Päpstlichen Universität „Gregoriana“ in Rom fort. Das Studium der katholischen Theologie und Philosophie schloss er mit einer summa cum laude bewerteten Promotion ab.

Seit April 2016 ist er Inhaber der Professur für „General Management und Unternehmensführung“ an der ADG Business School an der Steinbeis-Hochschule, wo er die Studierenden mit einem integrierten und wertorientierten Management-Ansatz auf dem Gebiet der Unternehmensführung unterrichtet und betreut. Er richtet sein Augenmerk auf die Verbindung von anwendungsorientierter Forschung unter Rückgriff auf unterschiedliche Wissenschaftsdisziplinen bei der ADG Business School. Hier beschäftigt ihn die Frage: Was brauchen alle Organisationen, um langfristig überlebensfähig zu bleiben?

Zudem besitzt er Expertisen und forscht u.a. in folgenden Bereichen:

  • Design und Implementierung von Corporate Governance Funktionen im Mittelstand: Wie wollen wir unsere Organisation langfristig überlebensfähig gestalten?
  • Strategieentwicklung und -umsetzung: Entwicklung und Umsetzung von Führungssystemen. Oder: Wie komme ich von der Strategie zu konkreten Resultaten?
  • Organisationsentwicklung auf Basis des St. Galler Management Modells: Wie gestalte ich die Wechselbeziehungen von Strategie, Organisation und Kultur?
  • Change Management: Wie geht vernetzte Systementwicklung von Managing a Business und Managing People?
  • Analyse von Kulturmustern und Kulturgestaltung in Organisationen
  • Projekterfahrung in Europa (Deutschland/ Italien/ Schweiz), Indien, Dubai und China: Wie werden General Management und Trainings-Projekte interkulturell wirksam geführt?
  • Branchenerfahrung in den Bereichen: Automobil, Versicherung, Produktion, Energieversorgung, gemeinnützige Organisationen, Gesundheitswesen, katholische Kirche
  • Führung von ergebnisverantwortlichen Einheiten
  • Vita

    • seit 04/2016: Inhaber der Professur „General Management und Unternehmensführung“ an der ADG Business School an der Steinbeis-Hochschule
    • seit 12/2015: Gründer und Managing Partner bei Keller Partner
    • 04/2009-12/2015: Senior Project Manager beim Malik Management Zentrum St. Gallen
    • 07/2008-04/2009: Strategie-Consultant bei Capgemini Strategy Consulting
    • 12/2004-06/2008: Head of Human Resources, Recruitement and Personnel Marketing bei FUJIFILM/ IP Labs GmbH, Marktführer für digital imaging Software
    • 01/2005-06/2007: Promotion zum Dr. theol. der Kath.-Theol. Fakultät an der Universität Bonn
    • 01/2004-11/2004 & 10/1999-08/2002: Erstes Staatsexamen in Kath. Theologie, Philosophie und Pädagogik an der Universität Bonn
    • 09/2002-01/2004: Studium der Kath. Theologie/ Philosophie an der Internationalen Päpstlichen Universität der Jesuiten „Gregoriana“ in Rom
  • Module

    • Führung & Kommunikation
    • Strategisches Management
    • Strategische Organisationsentwicklung
    • Unternehmenskultur & Kommunikation
  • Publikationen

    • Keller, D. (2015): Applying the principles of leadership and self-management effectively, Hamburg.
    • Keller, D. (2015): Menschen wirksam führen, Hamburg.
    • Keller, D. (2014): Führungs- und Selbstführungsprinzipien wirksam anwenden, Hamburg.
    • Keller, D. (2010): Gutes und richtiges Management in der katholischen Kirche Deutschlands?! Wirtschafts- und Finanzkrise als positiver Veränderungsanreiz für die Diözesen Deutschlands. In: Fornet-Ponse, T./ Gilich, B. (Hrsg.), Wofür haltet ihr uns? Kath. Kirche in interdisziplinären Perspektiven, Münster, 78-104.
    • Keller, D. (2010): Der moralische Gottesbegriff in den drei Kritiken Immanuel Kants als Deduktion aus dem höchsten Gut. In: Trierer Theologische Zeitschrift 2/ 2010, 97-128.
    • Keller, D. (2009): Das höchste Gut. Zur Handlungsrelevanz der Hoffnung in der Philosophie Immanuel Kants. In: Baranzke, H. (Hrsg.), Menschenleben – Lebenszeit. Impulse für eine Ethik der Hoffnung, Göttingen, 97-113.
    • Keller, D. (2008): Das höchste Gut bei Immanuel Kant, Paderborn.
    • Keller, D. (2005): Religiosità in Italia e Germania. In: ‘Onde’ 23, 32-34 (italienisch).
  • Focus on ... Prof. Dr. Daniel Keller

    Was haben Sie studiert und warum?

    • Ich habe katholische Theologie und Philosophie in Bonn sowie an der päpstlichen Universität der Jesuiten, der Gregoriana, in Rom studiert. Ich wollte nämlich das Wechselspiel zwischen Religion und rationalem Denken verstehen.
    • Den zweiten Studiengang - ein Studiengang in Accounting & Controlling an der Universität Münster - habe ich mit einem eMBA abgeschlossen. Mein Ziel war klassische BWL zu lernen und zu vertiefen.
    • Promoviert wurde ich im Fach katholischer Theologie über ein moral-philosophisches Thema „Das höchste Gut bei Immanuel Kant im Hinblick auf die theologische Relevanz“ - ein grenzüberschreitendes Thema zwischen Theologie und Philosophie.


    Was sind Ihre drei bislang wichtigsten Karriere-Stationen?

    Die wichtigste Karriere-Station war der Aufbau eines erfolgreichen Start-Ups u. a. mit Frank Thelen. Dieses beschäftigte sich mit dem Thema Digital Imaging und Digital Imaging Solutions. Im Rahmen dessen habe ich sehr viel über Führung und Unternehmertum gelernt.
    Eine zweite wichtige Station war meine Zeit beim Malik Management Zentrum in Sankt Gallen. Dort habe ich die verschiedenen Dimensionen und Aspekte des ganzheitlichen Managements theoretisch kennengelernt und in internationalen Beratungs- und Trainingsprojekten erprobt.
    Eine weitere, aktuell sehr prägende Station ist meine eigene unternehmerische Existenz, wo ich täglich dazulerne.

    Mit welchen Fragen beschäftigen Sie sich aktuell?

    Aktuell beschäftige ich mich mit der Frage „Was brauchen alle Organisationen immer und überall, um ganzheitlich und vor allem auch langfristig überlebensfähig sein zu können?“

    Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Zukunftsthemen in Ihrem Fachgebiet?

    Die wichtigsten Zukunftsthemen liegen meiner Meinung nach in der Verbindung von verschiedenen Fachdisziplinen. Das heißt konkret, dass General Management sich nicht nur mit der Frage „Welche BWL-Kennzahlenbäume sind entscheidend?“ beschäftigt, sondern sich beispielsweise auch mit folgenden Fragen auseinandersetzt:

    • „Welche gesellschaftlichen Mustern sind prägend für Unternehmen?“
    • „Wie ‚tickt‘ die menschliche Psychologie und was bedeutet das unter anderem für unsere Zusammenarbeit?“
    • „Wie gelingt es mir froh, heiter und wirksam im Rahmen der Umsetzung zu bleiben?“


    Drei Dinge, die wir und unsere Studierenden unbedingt über Sie wissen sollten:

    • Ich liebe italienischen Espresso, weil ich einige Zeit in Italien gelebt habe.
    • Ganzheitlich leben und arbeiten ist wichtig.
    • Leistung entsteht nicht durch mehr Arbeit, sondern durch eine smartere Art und Weise zu arbeiten.


    Haben Sie ein Lebensmotto? Welches ist das?

    Mein Lebensmotto kommt von Papst Johannes XXIII. Als er zum Papst gewählt worden ist, hat er gesagt: „Giovanni, nimm Dich nicht für so wichtig!“

    Welche Superheldenkraft hätten Sie gerne?

    Unendlichkeit.

    Welche Besonderheiten sehen Sie im Studiengang der ADG Business School?

    Die Besonderheiten im Studiengang der ADG Business School sind folgende: Ich glaube, dass die anwendungsorientierte Praxis gepaart mit einem ganzheitlichen Menschenbild sowie einem genossenschaftlichen Wertekodex sehr wichtig ist.

    Was erwartet die Studierenden in Ihrem Modul?

    In meinem Modul erwartet die Studierende ganz konkret: Anwendung von Führungs- und Management-Modellen, die Reflexion ihrer eigenen Haltung und konkrete Tools für die eigene Unternehmenspraxis. Ich komme selber aus der Unternehmenspraxis und ich möchte den Studierenden beibringen, dass es Sinn macht, sich wissenschaftlich und anwendungsorientiert mit den Themen Strategie, Struktur, Kulturmusterveränderung, Selbstwirksamkeit und Führung zu beschäftigen.

    Wieso sollten sich Interessenten für diesen Studiengang entscheiden?

    Ein Studiengang in General Management macht Menschen fit für die zukünftig anstehenden Transformationen im sogenannten „Neuen Normal“. Sie lernen Haltungen, Modelle und Muster kennen, die auch Morgen und Übermorgen noch hilfreich und wirksam sein können, sei es im Kontext der digitalen Transformation oder im Kontext der eigenen individuellen Weiterentwicklung.

    Wie sehen die Berufsperspektiven für Absolventen aus?

    Die Berufsperspektiven der Absolventen sehen m. E. sehr gut aus. Sie bekommen nicht nur im Bereich einer General Management Ausbildung nötiges Werkzeug an die Hand, sondern sie erweitern auch ihren Horizont. Das macht sie für den Arbeitsmarkt deutlich attraktiver.

    Was war ihr bisher schönstes oder auch kuriosestes Erlebnis (mit Studierenden) an der ADG Business School?

    Ehrlich gesagt, kann ich keines nennen. Was mich begeistert ist, dass die Studentinnen und Studenten gemeinsam Aha-Erlebnisse haben und ihren Erkenntnis-Horizont erweitern wollen. Das macht mir Freude.

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