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Wie entsteht das Donnergrollen?

19.12.2017
Blitz und Donner gehören zusammen wie Pech und Schwefel: ohne Blitz kein Donner. Und will man wissen, wie ein Donner entsteht, dann muss man verstehen, wie ein Blitz zustande kommt: "Die Gewitterwolke ist eine Art von Batterie, also der Energielieferant. Eine Gewitterwolke ist 10 bis 15 Kilometer hoch. Über diese Höhe fällt die Temperatur von etwa plus 10 Grad auf minus 60 Grad Celsius, was dazu führt, dass ein sehr staker Auftrieb von Luftmassen zustande kommt", sagt Prof. Thomas Klinger, er ist Physiker an der Universität Greifswald.

Die Luftmassen, die in der Wolke emporsteigen, enthalten Feuchtigkeit. Diese Feuchtigkeit kondensiert zu Regen- und zu Eistropfen, und wenn die Tropfen schwer genug sind, fallen sie herunter. Dabei reiben sie sich an anderen Eisbröckchen sowie an Regentröpfchen und laden sich dadurch elektrisch auf. In der Wolke baut sich so nach und nach eine enorm große elektrische Spannung auf. Prof. Thomas Klinger: "Dann kommt es wie beim Funken einer Batterie zu der Blitzentladung, die die negative Ladung auf die Erdoberfläche transportiert." Ein Blitz ist entstanden.

Dieser Blitz erhitzt nun, wenn er zu Boden fährt, die Luft um sich herum, und zwar schlagartig: "Durch die starke Aufheizung der Luft kommt es zu einer Druckwelle. Diese Druckwelle, weil das so plötzlich geschieht, breitet sich als eine Schockwelle mit Schallgeschwindigkeit aus. Letztlich ist das nichts anderes, als wenn man in die Hände klatscht: Bloß ist erheblich mehr Energie dahinter." Energie, die wir als gewaltigen Donner wahrnehmen; und seine Echos am Erdboden und an den Bergen hören wir als dumpfes, entferntes Grollen. (fg)

Quelle: "Können Vögel husten?" von Karl-Heinz Wellmann