Student Christoph Winter digitalisiert das Personal-Recruiting

Christoph Winter studiert berufsintegriert im Bachelor General Management an der ADG Business School und ist schon jetzt erfolgreicher Unternehmensgründer. Mit der App seines Startups MyFuGo digitalisiert er das Recruiting im genossenschaftlichen Bankenbereich und bietet potenziellen Bewerbern eine innovative und digitale Bewerbungsmöglichkeit per Video.

Christoph, du bist noch nicht ganz mit deinem Studium fertig und hast neben dem Vollzeitjob schon jetzt dein eigenes Unternehmen gegründet. Wie kam es dazu?

Ich beschäftige mich schon seit längerem mit dem Thema Recruiting. Es ist kein Geheimnis, dass viele Banken und mittelständische Unternehmen Probleme bei der Personalbeschaffung haben. Sowohl die Anzahl der Bewerbungen als auch die Qualität der Bewerber stellen die Herausforderung dar. Mit der Möglichkeit sich per Video zu bewerben erhält der Personaler nun einen direkten und ersten Eindruck des Bewerbers und kann sich dementsprechend besser auf die qualitativen Eigenschaften fokussieren.

 

Umgekehrt suchen die potenzialstarken Bewerber gezielt nach Unternehmen, welche innovativ sind und sich im Zeitalter der Digitalisierung dementsprechend repräsentieren. Mit meiner Dienstleistung und der Bereitstellung der MyFuGo App ermögliche ich Banken und mittelständischen Unternehmen ihren potenziellen Bewerbern eine ganz besondere Art der Bewerbung anzubieten. Ich bin der festen Überzeugung, dass Videobewerbungen die Zukunft sind. Ich revolutioniere das Recruiting für die zukünftigen Fachkräfte!

 

Stammt die Idee von dir?

Ja. In meinem berufsintegrierten Studium bin ich auf die Idee gekommen, die beiden Themen Personal Recruiting und Digitalisierung zusammen zu fügen und eine maßgeschneiderte Lösung auf den Markt zu bringen.

Das Smartphone, die Digitalisierung und der Fachkräftemangel waren die Zutaten für meine Idee einer Videobewerbung. Meine Vision war geboren. Jeder junge Erwachsene soll sich in Zukunft ganz einfach per Smartphone und Selfie Video bewerben können. Nach langer Überlegung kam ich auf den Firmenname MyFuGo - my future goes on - und gründete mein erstes Unternehmen, die MyFuGo GmbH. 

 

Gab es auch mal Rückschläge – und wenn ja, wie bist du hiermit umgegangen?

Die Doppel- bzw. Dreifachbelastung durch Vollzeitjob, Studium und mein eigenes Unternehmen nimmt ziemlich viel Freizeit in Anspruch. Allein für die Entwicklung und Konzeptionierung habe ich 9 Monate gebraucht. Jeden Abend habe ich nach der Arbeit 1-3 Stunden investiert, um alles für das Release Datum vorzubereiten. Für mich ist das „Unternehmer sein“ allerdings wie Freizeit! Strategische Überlegungen, Recherche und Konzeptionierung sind Bereiche, in denen ich mich wohler fühle als abends oder am Wochenende auf dem Fußballplatz zu stehen oder auf der Couch zu liegen.
Auch Rückschläge sind bei mir vorgekommen und kommen immer noch vor. Jeder Mensch geht unterschiedlich damit um. Ich analysiere meine Fehler und versuche beim nächsten Mal besser zu sein. Mit jedem Rückschlag bekommt man eine Chance sich zu verbessern und zu wachsen!


Bislang richtet sich die App speziell an Genossenschaftsbanken zur Rekrutierung von Azubis. Willst du noch weitere Unternehmen von deiner Idee begeistern?

Meine App soll vorerst ein Premiumprodukt für genossenschaftliche Banken bleiben. Allerdings sind die Weichen für eine Zielgruppenerweiterung bereits heute gelegt.

 

Wie kommt die App denn bei der jungen Bewerber-Zielgruppe an? Und was sagen die Banken?

Die erste Pilotenbank ist begeistert und ebenfalls fest davon überzeugt, dass diese Veränderung des Recruitings die Attraktivität der Bank steigern wird. Die Zeiten haben sich geändert! Früher haben sich potenzielle Bewerber bei den Banken beworben und waren glücklich eine Ausbildungsstelle zu bekommen. Heute bewerben sich fast schon die Banken bei potenziellen Bewerbern, um eine bessere Qualität der Azubis zu erhalten. Laut einer von mir vor Veröffentlichung meiner App durchgeführten Umfrage gaben ca. 80% aller befragten Auszubildenden an, dass sie sich auch per Selfie-Video bewerben würden.

Hat dir dein Studium auch auf dem Weg zur Unternehmensgründung geholfen?

Ja, definitiv! Ich habe meinen Horizont durch das Studium erweitern können. Vor allem das Netzwerken und der Austausch mit den Dozenten haben mir extrem geholfen. Hier konnte ich sehr viel Wissen für mich heraus gewinnen.

Und wie geht es jetzt weiter?

Jetzt steht erstmal die Akquisephase von MyFuGo im Fokus. Mein Ziel ist es meine App erfolgreich am Markt zu etablieren und weitere Banken von meiner Idee zu begeistern. Meinen Job bei der Bank habe ich leider aufgeben müssen, um mich ganz meinem Lebensziel „Unternehmer sein“ widmen zu können.

Gibt es noch etwas, das du uns erzählen möchtest? 

Ich bin froh, dass ich mich für die ADG Business School und das berufsintegrierte Studium entschieden habe. Allein der Austausch mit Kommilitonen aus der ganzen Bundesrepublik ist super. Ich sehe es zudem als sehr besonders an, auf Schloss Montabaur studiert zu haben.